Toll: Runderlass vom 19. Dez. 2018 ergänzend zur Kormoran VO-NRW vom 21.06.2018 zur Kormoran-Vergrämung in Naturschutzgebieten etc.

Seinerzeit schrieben wir in einem Beitrag mit Blick auf die KormVO des CDU-geführten Umweltministeriums:
„Das Ausklammern der Schutzgebiete verhindert leider die Anwendung und damit die Wirksamkeit dieser KormVO für die große Mehrzahl aller nordrhein-westfälischer Gewässer! Dort müssen – wie bisher, mühsam und ineffizient (zudem häufig vergebens) – über den Naturschutz auf Kreisebene andere Genehmigungen erwirkt werden: Das ist sehr, sehr bedauerlich. Dabei ist diese VO doch eine entscheidend wichtige Maßnahme gerade für wirksamen Naturschutz!“
Eine Reihe CDU-Landespolitiker erkannten das Problem und trugen es ganz ernsthaft an die inzwischen zuständige Ministerin Heinen-Esser heran. Es gelang so auch tatsächlich, die Experten im Umweltministerium anzuweisen, mittels eines Erlasses den Fischschutz vor Kormoranen in diesen Schutzgebieten und zwar über das Naturschutzrecht auf Kreisebene zu vereinfachen.
Herausgekommen, am 19. Dez. 2018 veröffentlicht, ist ein wahrhaftiges juristisches Meisterstück der Beamten im Umweltministerium. Schon den Titel des Runderlasses sollte sich der Praktiker auf der Zunge zergehen lassen:
„Rechtliche und fachliche Hinweise zur Erteilung von Ausnahmen und Befreiungen im Sinne des § 8 der „Verordnung zum Schutz der natürlich vorkommenden Tierwelt und zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane des Landes Nordrhein-Westfalen“ (Kormoranverordnung Nordrhein-Westfalen – Kormoran VO-NRW) vom 21.06.2018″
Bitte machen Sie sich die Mühe – oder den Spaß – und versuchen Sie, den Erlass wirklich zu lesen und zu verstehen : RdErl_Erlass_zur_Kormoranverordnung_NRW_19Dez2018.pdf
Man könnte meinen, die Autoren dieses nordrhein-westfälischen Erlasses wollten die an effektiven Fischschutz vor der dramatischen Kormoran-Prädation engagierten Menschen auch noch auf den Arm nehmen.
Wenn man überdies liest, was die Ministerin Heinen-Esser am 29. Jan. 2019 auf der Eröffnungsveranstaltung Jagd&Hund in Dortmund zu der Kormoranfrage sagte (hier sinngemäß wiedergegeben): „Liebe Angler in NRW, nun haben wir eine Kormoran-Verordnung geschaffen und ergänzend noch einen Erlass herausgegeben: Damit müssen wir nun Erfahrung sammeln und es in der Sache einmal gut sein lassen!“ Dann könnte man wirklich resignieren.
Das von unserem Verein immer wieder aufgezeigte schwerwiegende Problem des ideologisch gefärbten und zu rücksichtslosem Handeln bereiten Beamtenapparates im Umweltministerium hat ganz offensichtlich trotz schwarz-gelber Regierung und CDU-Ressortleitung unverändert Bestand!
Es ist weiterhin keine Wende in Sicht!

Ist der Problemvogel Kormoran doch ein Alien?

Schützt die Europäische Union eine gebietsfremde invasive Art von unionsweiter Bedeutung?

Christer Olburs, Schweden, wirft in einem wissenschaflichen Artikel vorbehaltlos die Frage auf, ob die Europäische Union mit dem chinesischen Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis) nicht doch eine gebietsfremde und invasive Art schützt. Hier die englische FassungWeiterlesen

Wahl

Flugblatt zu den Wahlen 2017 in NRW

Unser Verein hatte sich mit einem Flugblatt vor den Landtagswahlen am 14. Mai deutlich und unüberhörbar an alle Angler und realistisch denkende Naturschützer gewandt. Es wurde sehr schnell über die neuen Medien verbreitet und fand auch bei anderen Landnutzern (Jägern, Landwirten, Waldbauern, etc.) Gehör; kein Wunder, da diese früher oder später gleichermaßen von den ideologischen Knebelungen betroffen sind – eigentlich, zumeist noch unbemerkt – bereits heute. Die Forstbetriebsgemeinschaften etwa spüren es knallhart, wenn auch Kartellrechtliches als Auslöser gilt; es passt aber zu gut in das Konzept.