Die EU-Kommission: erneut fakten-leugnendes, folgenschweres, stures, unverantwortliches Verhalten – ein Skandal – oder?
Die EU-Kommission zeigt erneut fakten-leugnendes, folgenschweres stures, unverantwortliches Verhalten – ein Skandal – oder?
Und wieder ein Paukenschlag der EU-Kommission: Sie lehnt den Antrag von 11 Parlamentariern des EU-Parlaments zur Finanzierung des Einstiegs in den Kormoranmanagementplan (CMP) der EIFAAC ab!
Lesen Sie selbst im Antrag , worum es konkret geht, und das Ablehnungsschreiben der Kommission.
Erneut wird deutlich, wie eiskalt die Kommission die unbestreitbar nachgewiesen Kormoranfraßschäden weiterhin kleinreden, nahezu leugnen!
Man tut weiterhin so, wie seit vielen Jahren, als gäbe es nur begrenzte lokale Probleme und nur mit der Fischerei (cormorant-fisherie conflict); kein Wort zu dem umfassenden Schadensbild wohl dokumentiert im CMP der EIFAAC oder den Verlusten in dreistelliger Milliardenhöhe durch den enormen und fatalen indirekten Effekt über das Verfehlen der Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinien (WRRL).
Wie bereits zur Initiative von 10 Mitgliedsstaaten im Ausschuss des Europarates oder zuvor im Fischereiausschuss des EU-Parlamentes bleibt die EU-Kommission, dort die Generaldirektion Umwelt (DG Env), eiskalt auf Linie, nur ideologisch zu erklären.
Es ist einfach unglaublich angesichts der unbestreitbar nachgewiesenen diversen und riesigen Schäden.
Die Kommission ergreift nach ihrem Bekunden zwei Maßnahmen:
- Ein „strukturierter Dialog mit den Mitgliedsstaaten zur Problemdiskussion“ (Structured Dialogues on managing cormorant conflicts)
und - Die neuen Leitlinien für pragmatische und verhältnismäßige Vorschriften zum Schutz wild lebender Vogelarten“, siehe unser Beitrag dazu.
Ersteres hat man wohl vor Monaten mit den ideologisch gleichgeschalteten Vertretern einiger Mitgliedsstaaten ausgeheckt, siehe etwa die Wortmeldung des Vertreters Deutschlands im Ausschuss des Europarates. Eine Vorlage für den strukturierten Dialogs scheint über Auftragsarbeiten an der Universität in Aarhus erarbeitet worden zu sein, wurde uns zugetragen.
Die neuen Leitlinien hatten wir zurecht wie folgt kommentiert: „Das alles hat mit dem nachweislich zwingend erforderlichen, umfassenden und wirksamen Fischschutz vor Kormoranprädation nichts zu tun!“
Immerhin steht in der Antwort der EU-Kommission auch geschrieben, dass man bereit ist, Vogel-Zählungen zu unterstützen sowie Forschungen zu Einflüssen des Kormorans zu fördern. Heute, Mitte des Jahres 2026. Es fehlen einem einfach die Worte… Es ist ein Hohn.
- Wie lange lassen sich die in der Sache informierten und engagierten Europa-Abgeordneten und die Regierungschefs der zahlreichen betroffenen Mitgliedsstaaten, allen voran der deutsche Bundeskanzler (der noch im März 2024 selbst und persönlich einen feinen, klaren Antrag zum Kormoran im Bundestag eingebracht hatte) dieses Gebaren noch bieten?
- Wie lange soll die Zeitenwende für den längst überfälligen wirksamen Fischschutz gegen Kormoranprädation mit all den dramatischen Folgen noch aufgeschoben werden?
- Wann wird die Kormoranfrage endlich zur Chefsache in der EU-Kommission und in der Bundesregierung, nein, auf allen Ebenen?
- Wann werden endlich rechtliche Schritte wegen Untätigkeit gegen die verantwortlichen Stellen eingeleitet? Wiederholt hatten wir etwa angeregt, dass das Europaparlament die Kommission verklagt!
- Wann greifen die Fischereiverbände, investigative Journalisten, etc. dieses bedeutende Thema endlich energisch auf, setzen es ins Rampenlicht?



