Kurz und knapp: Diverses Aktuelles zum Thema Kormoran
Kurz und knapp: Diverses Aktuelles zum Thema Kormoran
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Kormoran und Karpfenzucht in Thüringen
Ein sehenswertes, beeindruckendes aber auch ergreifendes Dokument: https://youtube.com/watch?v=vKpuxE7NU20
Darf das wahr sein? Ist das wirklich der Wille unserer Gesellschaft?
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Dokumentation der EIFAAC zu den von Kormoranen in Europa verursachten Schäden
Eine umfassende Studie der EIFAAC (European Inland Fisheries and Aquaculture Advisory Commission, angesiedelt unter dem Dach der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen) kommt zu dem Ergebnis, dass Kormorane für die europäische Fischerei und Fischzucht jährliche Kosten von 670 Millionen € verursachen:
Diese Zahlen sind schon beeindruckend. Dennoch stehen sie neben den noch weitaus größeren finanziellen Schäden durch den indirekten Effekt, nämlich des ganz wesentlich durch den Kormoran bedingten Versagens von Maßnahmen im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinien (WRRL) zur Wiederherstellung des ökologisch guten Zustands unserer Oberflächengewässer: Hier wurden bisher alleine in Deutschland etwa 61 Milliarden € verbaut, europaweit mehr als 300 Milliarden €! Und es wird so weitergehen, wenn nichts Wirksames gegen den Kormoran unternommen wird.
Gar nicht finanziell zu fassen ist der immense Verlust an Biodiversität, der aber gleichwohl sehr bedeutend und für jeden vernünftig denkenden Menschen schlichtweg inakzeptabel ist.
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Kormoran auf der Tagesordnung der deutschen Agrarministerkonferenz in Würzburg, September 2026

Auszug aus der Tagesordnung:

Erfreulich deutlich fordert die AMK in ihrem Beschluss Maßnahmen gegen die Kormoranfraßschäden. Eine deutliche Mehrheit der Bundesländer geht weiter und spricht sich konkret für den Kormoranmanagementplan der EIFAAC aus! Wichtig ist dabei zudem, dass die Agrarminister den zerstörerischen Einfluss der Kormoranprädation auf die aquatische Biodiversität und damit zugleich der aquatischen genetischen Ressourcen anerkennen. Auch ist von schrittweisem Konkretisieren die Rede: Das ist pragmatisch und sollte die von vielen, auch von uns geforderten Referenzstrecken, auch Trittsteinen oder „Cormorant Free Zones“ genannt, umfassen. So wird etwas daraus.
Aber: In Würzburg saßen die Landwirtschaftsminister der Bundesländer mit dem Bundeslandwirtschaftsminister zusammen. Das unverantwortliche, unangemessene und folgenschwere ideologisch motivierte Agieren bereits langjährig einschlägig gestählte Kräfte gerade auch innerhalb Behörden/Ämtern und Ministerien aller Ebenen, wird dem gewiss massiv entgegenstehen, trotz der nicht mehr zu bestreitenden Fachargumenten. Insbesondere die Umweltministerien und nachgeordneten Umweltämter und ganz zuvorderst die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission sind hierfür gefürchtet.
Das Unterdrücken, besser Verbieten ideologischer Einflussnahme ist zwingend, ist eine Herausforderung, aber alternativlos für einen Durchbruch. In diesem Sinne hatte unser Verein im Juli 2026 bereits den Bundeskanzler angeschrieben und Handlungsempfehlungen gegeben, alles in Klartext formuliert.
Nun, nach der erfreulichen Beschlusslage der AMK ging sofort eine kurze Erinnerung, eine Bitte, ein Appell an den Landwirtschaftsminister Alois Rainer und einige in der Sache gut informierter und engagierter Bundestagsabgeordnete. Diese Schreiben bleiben noch unveröffentlicht.
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Auch der Deutsche Angelfischerverband DAFV e.V. (DAFV) beobachtet das aktuelle Geschehen und berichtet zeitnah darüber:
„Momentum für europäisches Kormoranmanagement wächst„
Neben der Agrarministerkonferenz werden hier weitere spannende aktuelle Geschehnisse rund um die Kormoran-Debatte erläutert und bewertet.
Es wäre allerdings zu wünschen, wenn der DAFV dieses Momentum für einen wirksamen Schutz der Fische vor Kormoranprädation selbst aktiv und engagiert mit antreiben würde. Dieser sehr wichtige Verband könnte sich bei seiner Lobbyarbeit noch mehr und erkennbar gegen die ideologischen Kräfte zur Wehr setzen, gleich ob diese im Verbandsnaturschutz oder im amtlichen Naturschutz angesiedelt sind. Die Zeiten, wo man damit argumentieren konnte, „wir sind halt anderer Meinung“ sind definitiv vorbei. Schadensdimension, -felder, Kausalitäten zum Kormoraneinfluss sind heute zweifelsfrei und unbestreitbar belegt, es ist unverantwortlich das weiterhin zu ignorieren. Das sollte auch der DAFV beständig gegen jedermann klarstellen und Abhilfe fordern.
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Der Fischereiverband Saar hat eine Online Petition zur Einführung eines Kormoran Managements im Saarland gestartet.
Die Petition und die sehr gute, ausführliche Begründung für die Notwendigkeit eines Kormoran Managements finden Sie hier:
Heimische Fischbestände schützen – Kormoranmanagement im Saarland jetzt umsetzen! – Online-Petition
Die Petition ist noch bis Ende November geöffnet, machen Sie mit.
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Eine neue, aktuelle Dokumentation zur Grundsatzfrage: „Ist der chinesische Kormoran, Pharacrocorax carbo sinensis, ein Alien oder nicht?“
Ein mehrteiliger Artikel in der dänischen Zeitschrift Fisk & Fri befasst sich detailliert mit dieser Frage.
Alleine schon der 2. Teil, in Englisch verfasst, ist absolut lesenswert.
Die Veröffentlichung passt gut zu den Arbeiten von Christer Olburs, siehe etwa im Jahr 2017
„Ist der Problemvogel Kormoran doch ein Alien?“
Die Frage ist eigentlich allesentscheidend, wenn man die Dimensionen der inzwischen unbestreitbar nachgewiesenen diversen Schäden des chinesischen Kormorans quer durch Europa sieht.
Nach Jahrzehnten leerer Gewässer mit all den schwerwiegenden Folgen und zäher, ganz oft massiv ideologisch geführter Diskussionen würde dann gelten:
The only way to protect the European fish fauna is to eliminate the alien Chinese Cormorant Phalacrocorax carbo sinensis (Staunton, 1796).
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Ein Leserbrief in der Ostthüringer Zeitung aus Sep. 2026
Gerhard Kemmler, Gewässer-Sachverständiger aus Kahla bei Jena, beobachtet die Szene um die Kormoran-Problematik bereits seit Jahrzehnten sehr genau und bringt sich persönlich immer wieder massiv ein, um Abhilfe zu schaffen: auf EU-Ebene, aber auch lokal, vor Ort in seiner Heimat.
Eine Meldung des NABU in der Ostthüringer Zeitung von Anfang September 2026 veranlasste ihn, einen Leserbrief zu verfassen.
Hier die NABU-Meldung und sein Leserbrief, so wie er uns beides zur Verfügung stellte.
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