Kormoran

Kormoranverordnung Nordrhein-Westfalen in Arbeit

Kormoranverordnung Nordrhein-Westfalen in Arbeit

Das CDU-geführte Umweltministerium in Düsseldorf hat eine Kormoran-VO entworfen und bis zum 18. April 2018 in die Verbändeanhörung gegeben. Unser Verein wurde offiziell eingeladen, eine eigene Stellungnahme im Sinne eines anerkannten Verbands abzugeben.

Auf den ersten Blick würde diese Verordnung schon einen wirksamen Fischschutz vor Kormoranen bieten, analog der Regelungen anderer Bundesländer. Längere Jagdzeiten, die Erlaubnis, Jungvögel ganzjährig abzuschießen, das klingt schon verheißungsvoll.

Wenn dies alles jedoch über „Kleingedrucktes“ in Naturschutzgebieten (oder Natura-2000-Gebieten!) faktisch nicht greift, hilft das den meisten und zudem wichtigen Gewässern absolut nichts! Auch nicht dem Rheinlachs- oder dem Aalprogramm. Dieser Verordnung in der vorliegenden Entwurfsfassung schafft dann definitiv in keiner Weise die ersehnte und von der CDU-Führung dringend erwartete Wende in der Kormoran-Frage!

Das eigentliche Ziel der Verfasser (ganz offensichtlich weiterhin aus der ideologischen Naturschutz-Ecke kommend oder von diesen Kräften angewiesen) ist das systematische Herunterspielen der unübersehbaren und drastischen Schäden unserer heimischen Fischwelt und damit das Relativieren der Notwendigkeit wirksamer Schutzmaßnahmen. Dazu dient vor allem die umfangreiche BEGRÜNDUNG ZUR VERORDNUNG.

Insgesamt werden, wenn das so bleibt, lediglich kleinere Verbesserungen der Ist-Situation in NRW verordnet, die voraussichtlich später auch noch über angerufene Gerichte aufgeweicht werden. Ein Richter wird sich gewiss an dieser BEGRÜNDUNG orientieren, versehen mit dem Gütesiegel „amtlich“, „mit allen abgestimmt“ und „unter einer CDU-Ressortleitung“!

Schlimm zudem: Dieser Zustand soll für weitere Jahre (Laufzeit bis 2025!) festgeschrieben werden.

Bitte machen Sie sich die Mühe und lesen Sie unsere Stellungnahme – trotz der unvermeidbar vielen Seiten.

Die ANERKANNTEN Naturschutzverbände (NABU gemeinsam mit BUND etc.) verbreiten derweil in ihrer Stellungnahme erneut stereotyp Wohlklingendes aus der ideologischen, zudem massiv auch polemischen Schublade. Sie negieren dabei auf das Gröbste, mutmaßlich vorsätzlich, die unübersehbaren und dramatisch schlimmen Fakten und agieren nach demselben Prinzip wie seit vielen Jahren: Es ist eigentlich nicht zu glauben und wirklich unverantwortlich.